Gemeinsam geht es besser
Ein Gespräch mit dem AStA-Mitglied Sebastian KrekowMitte
Juli wählte das Studierendenparlament der Universität den neuen Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der
Hochschule. Seine Mitglieder haben im August die Arbeit aufgenommen und begannen, sich in
ihre Verantwortungsbereiche einzuarbeiten. Mitten in den Vorbereitungen zum kommenden
Studienjahr erwischte Portal-Redakteurin Petra Görlich den Referenten für Information
und Kommunikation Sebastian Krekow. Mit dem Physik-Studenten sprach sie über künftige
Schwerpunkte in der Tätigkeit des Gremiums.

Sebastian Krekow will sich im neuen AStA vor allem für eine bessere Information
der Potsdamer Uni-Studenten und auch für einen intensiveren Kontakt zu den Berliner
Studierendenvertretungen einsetzen.
Foto: Fritze |
Nachdem im vergangenen Jahr die Anzahl der AStA-Referenten deutlich
verringert wurde, hat das Gremium in diesem Jahr wieder neun Mitglieder. Hat sich die alte
Struktur in Ihren Augen nicht bewährt?
Krekow: Wir denken, dass es notwendig ist, die Arbeit auf breitere Schultern zu
verteilen. Die einzelnen Referenten können so auf ihren jeweiligen Gebieten intensiver
arbeiten. Wir haben sogar in Sachen Hochschulpolitik zwei Leute, die sich um diesen
Gegenstand kümmern. Es gibt schließlich viel zu tun. Also mehr Power durch mehr
Mitglieder.
Ihre Vorgänger haben in ihrer Amtszeit das Konzept einer demokratischen
Universität Potsdam entwickelt. Landet das jetzt in der Schublade?
Krekow: Nein, sicher nicht. Wir werden es von der Idee her fortführen. Wie das
genau aussieht, ist jedoch noch nicht beschlossen. Ich sitze gerade an der Ausarbeitung
eines entsprechenden Papiers dazu.
Welche Schwerpunkte haben Sie und Ihre Kommilitonen sich überhaupt für das
nächste Studienjahr gesetzt?
Krekow: Wir sind noch dabei zu sortieren. Klar ist, dass das Projekt
Kulturzentrum" eine wichtige Rolle spielen wird. Hier gilt es dranzubleiben und
dem studentischen Treffpunkt wirklich Leben einzuhauchen. Im Moment geht es allerdings
erst einmal darum, das von der Stadt versprochene Geld zu bekommen. Potsdam ist im
Zugzwang. Natürlich wollen wir aber auch eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den
ausländischen Studierenden erreichen. Hierfür hat sich Rachel Strecker schon im vorigen
Jahr sehr engagiert. Ein ganz wichtiger Punkt ist des weiteren die Vorbereitung für die
Teilnahme der Potsdamer Uni-Studenten an den geplanten bundesweiten Protestaktionen gegen
Kürzungen im Bereich Bildung, Wissenschaft und Forschung. Und das sind nur einige der
Aufgaben, die wir bewältigen wollen.
Welchen Stellenwert wird die Kooperation mit den Berliner Asten einnehmen?
Krekow: Einen großen. Das ist eine Aufgabe, die offensichtlich in den letzten
Jahren stark vernachlässigt wurde. Ich kenne viele Mitglieder der Berliner
Studierendenvertretungen persönlich, zum Beispiel an der Humboldt-Uni, aber auch an der
Freien Uni. Da diese Kontaktpflege in mein Ressort fällt, werde ich sie besonders ernst
nehmen. Ich will persönlich hinfahren und das Gespräch suchen. So können wir vielleicht
vermeiden, dass manches gegeneinander läuft. Wir wollen gemeinsame Strategien entwerfen.
Bis auf zwei listenlose Referenten kommen alle anderen von der
offene(n)linke(n)liste, die bei der Wahl antrat. Das bietet Angriffsfläche. Wie wollen
Sie dem entgehen?
Krekow: Das Problem ist uns bewusst. Aber wir wollen mit unserem Engagement die
Interessen aller Kommilitonen vertreten, enge polititische Grenzen überwinden. Deshalb
habe ich mich zum Beispiel als listenloser Bewerber für ein Mandat aufstellen lassen. Ich
bin überzeugt, dass wir im Sinne der Durchsetzung wichtiger studentischer Belange aller
Studierenden eine gute Arbeit leisten werden.
Sie wollen Einfluss nehmen auf die interne Hochschulpolitik. Das setzt ein
gutes Verhältnis zur Uni-Leitung voraus. Hatten Sie schon erste Kontakte?
Krekow: Ja, die gab es bereits. Eine gute Zusammenarbeit liegt uns am Herzen. Es
bringt einfach nichts, gegeneinander zu arbeiten. Wenn es sich beispielsweise um
Kürzungen in Lehre und Forschung handelt, ist es doch das Interesse beider Seiten, dem
entgegenzuwirken. Gemeinsam geht es besser.
Vielen Dank für das Gespräch.
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Titelthema
| Uni Aktuell | Forschung | Studiosi | Personalia | Vermischtes
Copyright© 2001 Universität
Potsdam, Glaesmer, Knappe
[Letzte Aktualisierung 22.09.2002 Steffi Knappe]
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