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Förderung nach Maß
Die Studienstiftung des deutschen Volkes

Die Frage nach einem Stipendium, nach Unterstützung eines Praktikums oder eines Auslandsaufenthaltes ist für viele Studierende und Promovenden oftmals von zentraler Bedeutung. Nicht selten treten dann die Förderprogramme von Stiftungen ins Blickfeld. Nicht immer jedoch ist klar, welche Stiftung es überhaupt gibt und für welche Studienrichtung beziehungsweise welches Forschungsvorhaben sie geeignet ist. Die Redaktion stellt deshalb in den nächsten Ausgaben von „Portal" die Profile ausgewählter Stiftungen kurz vor und informiert über Leistungen, Anforderungen und Voraussetzungen. Jede Stiftung setzt dabei unterschiedliche Akzente bei der Förderung, so beispielsweise die „Studienstiftung des deutschen Volkes", die sich ausschließlich der Begabtenförderung widmet.

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Straße der Besten: Studienstiftler zu werden ist nicht leicht, doch die Förderprogramme der Stiftung suchen auch ihresgleichen
Foto: Simon Kaja

Die Studienstiftung des deutschen Volkes, unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Johannes Rau stehend, ist das größte deutsche Begabtenförderungswerk Deutschlands. Sie fördert Studierende an Universitäten, wissenschaftlichen und technischen Hochschulen, Kunst-, Musik- sowie Fachhochschulen. Sie unterstützt allerdings keine Zweit-, keine Ergänzungs-, Zusatz- oder Aufbaustudien.

Derzeit zählt sie circa 6000 Stipendiaten, darunter 650 Promovenden. Jährlich etwa werden 500 Studierende in die Förderung neu aufgenommen. Alle Stipendiaten können das volle Förderungsangebot in Anspruch nehmen, das unter anderem aus Lebenshaltungsstipendien, Büchergeld, Auslandsprogrammen, Sommeruniversitäten, Sprachenprogrammen, Promotionsförderungen, Praktika und Projekten besteht. Die Aufnahme in die Studienstiftung erfolgt in der Regel durch Vorschlag von Hochschullehrern, Betreuern von Promotionsvorhaben oder durch Fachbereiche, in denen benotete Vorexamina stattfinden. Selbstbewerbungen sind nicht möglich. Von den vorgeschlagenen Bewerbern wird erwartet, dass sie sich durch Leistung, Initiative und Verantwortung auszeichnen, dass sie darüber hinaus Aktivitäten und vitale Interessen, die sich nicht auf das Studienfach beschränken, entwickelt haben und weiter ausbauen. Bei der Auswahl spielen wirtschaftliche und soziale Aspekte, politische Überzeugungen, Weltanschauung, Konfession und Geschlecht keine Rolle.

Für Stipendiaten, die vor dem vierten Fachsemester in die Förderung aufgenommen werden, gilt die Aufnahme zunächst für drei Semester. Danach wird anhand von Fachgutachten aus dem Studium über die endgültige Aufnahme entschieden, die zur Weiterführung bis zum ersten berufsfähigen Examen führt.

Über diese Förderprogramme hinaus werden zudem auch für Nichtstipendiaten „Offene Programme" angeboten, beispielsweise das „China Stipendienprogramm", das „Hölderlin-Programm" oder das „Stiftungskolleg für internationale Aufgaben".

Vertrauensdozenten für die Stipendiaten der Stiftung Studienstiftung des deutschen Volkes an der Universität Potsdam sind Prof. Dr. Raimund Gerhard-Multhaupt (federführend) vom Institut für Physik, Prof. Dr. Joachim Brunstein vom Institut für Psychologie und Prof. Dr. Bernd Müller-Röber vom Institut Biochemie und Biologie. Für von der Stiftung bereits Geförderte steht Prof. Dr. Reimund Gerhard-Multhaupt unter Tel.: 977-1615 für Auskünfte zur Verfügung. Allgemeine Informationen sind im Sekretariat der Stiftung in Bonn/Bad-Godesberg unter 0228/820960 erhältlich oder im Internet unter http://www.studienstiftung.de zu finden.

tp

 

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[Letzte Aktualisierung 22.09.2002 Steffi Knappe]