Randerscheinung oder Mittelpunkt?
Wie die Universität Potsdam in der Stadt erlebt wirdTraditionelle
Universitätsstädte werben mit ihren Hochschulen, sind stolz auf ihre wissenschaftlichen
Einrichtungen. Wie sieht es damit in Potsdam aus? Ist in der Stadt spürbar, dass die
Landeshauptstadt Brandenburgs eine Universität ihr Eigen nennt? Dr. Barbara Eckardt
hörte sich im Potsdamer Stadtzentrum um.

Foto: Fritze |
Für mich ist es spürbar, dass Potsdam eine Studentenstadt ist. Ich kann diesen
Eindruck schlecht beschreiben. Aber das Flair der Stadt mit den vielen jungen Leuten
empfinde ich als sehr angenehm. Ich komme aus Berlin und spüre im Gegensatz dazu in
Potsdam Wärme und Gemütlichkeit, wozu die jungen Leute beitragen.
Hannelore Böttcher

Foto: Fritze |
Um die Universität und die Studenten noch mehr wahrzunehmen, müsste die Uni im
Zentrum der Stadt untergebracht sein. Aber das geht im Augenblick wohl schlecht.
Vielleicht ist es später einmal möglich. Ich würde mich sehr freuen, wenn noch mehr
Studenten in die Stadt kommen würden. Die Stadt und das Land müssten mehr Geld für die
Studenten und die Universität ausgeben. Dieser Bereich muss unbedingt mehr gefördert
werden. So könnte gezeigt werden, dass die jungen Leute bei uns willkommen sind. Die
Studenten bringen ja dann auch Geld in die Stadt, was uns allen nützt.
Fredi Zeidler

Foto: Fritze |
Ich finde es sehr angenehm, dass es in der Stadt so viele junge Leute gibt. Die
Stadt sollte aber noch mehr für Studenten tun, damit sie sich hier wohl fühlen und hier
bleiben. Ich arbeite im Haus der Begegnung" in Potsdam ehrenamtlich mit und
kann mir gut vorstellen, dass hier zum Beispiel auch Studenten tätig sind, um es zu
erhalten.
Ursula Nowak

Foto: Fritze |
Wir sind viel mit den Rädern unterwegs. Da sehe ich die Schilder an den
Gebäuden, in denen die Universität untergebracht ist, zum Beispiel am Neuen Palais oder
in Babelsberg. Die Stadt müsste aber noch mehr für die Studenten tun, zum Beispiel
Wohnraum mit studentenfreundlicheren Mieten anbieten.
Elvira Franke

Foto: Fritze |
Ich merke eigentlich nicht, dass Potsdam eine Universitätsstadt ist. Ich kenne
zwar viele Studenten, die sind aber in Berlin. Vielleicht ist das Angebot in Berlin
größer als hier in Potsdam. Ich wünschte mir noch mehr als bisher Veranstaltungen der
Uni, beispielsweise Konzerte, Vorträge, Ausstellungen, im Zentrum der Stadt.
Anett Brüder

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Ja, die Universität ist in der Stadt wahrnehmbar. Allerdings möchte ich es noch
erleben, dass die Uni-Bibliothek im Zentrum der Stadt untergebracht ist. Derzeit ist es
sehr umständlich, an wissenschaftliche Bücher heranzukommen. Das ist mit viel Aufwand,
sogar mit Fahrten nach Berlin verbunden. Ich wünsche mir auch, dass sich die
Wissenschaftler stärker mit Themen beschäftigen, die die Region Brandenburg betreffen.
Diese Forschungen sind zu sehr in den Hintergrund getreten. Ich denke zum Beispiel an die
Landschaftsgeschichte oder die Historische Geografie. Ich finde es sehr gut, dass es das
Brandenburg-Berlinische Wörterbuch" gibt. Auf diesem Gebiet sollte weiter
gearbeitet werden.
Dr. Heinz-Dieter Krausch
Titelthema
| Uni Aktuell | Forschung | Studiosi | Personalia | Vermischtes
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Potsdam, Glaesmer, Knappe
[Letzte Aktualisierung 24.09.2002 Steffi Knappe] |